Boudewijn Tarenskeen


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Blauwe Appel /Bacchanten

Kaum waren die heftigen Reaktionen auf seine fast serielle, ungeschliffene, politische Oper Blauwe Appel überwunden, donnerte seine abstrakte Kunst durch das Theater Carré bei dem Musiktheaterstück Bacchanten, ein landesweit beachtetes Ereignis. Damit hatte er sich als Musiktheater-Komponist für Theatermusik etabliert.
Man hatte eine Schublade für ihn gefunden.

Blauwe Appel, 1984. Oper für Sänger und Ensemble. Die Lyrische Komödie.
Bacchanten, 1985. Musiktheater für Schauspieler, Tänzer und Ensemble. Nationaal Ballet.


The End
Fast 20 Minuten lang spielten sie 100 Schlussakkorde, beendeten 100 Stücke, schlossen ab, was fehlte. Und so hatte er es auch wirklich gemeint, das konnte ihn wirklich weiterbringen, in diesem halbleeren Saal, in dem auch einige Buh-Rufer agierten.

The End/ Das Ende/ Fin. 1992. Für Geige und Klavier, Isabelle van Keulen, Ronald Brautigam.


Aussortierte Stücke
In seinem Zimmer prunkt ein meterhoher Stapel mit bestellten, aber von verdatterten Dirigenten, ratlosen Ensembles, stellvertretenden Direktoren und heulenden Sängerinnen, verschmähten Werken.
Solid Ashes, für Bariton und Orchester; Valparaiso, für Sopran und Ensemble; Aida! Für Tenor, Chor und Orchester: Weil sie keinen Stoff hat. für Sopran und Ensemble; Stabat Mater, für 2 Soprane, Ensemble und Orchester; Missa, für Chor und 8 Celli.


2 Filme
Während der Montage seines Ergebnisses stellte sich heraus, dass die Musik dem Film eine Richtung gab, welche der Filmemacher und Produzent noch nicht eingeplant hatten. Was man in jenem meterhohen Stapel vielleicht an “Kunst” vermisst hatte, drückte das Gewicht hier als eine Last auf das Produkt und auf das Budget.
Zoeken naar Eileen, Rudolf vd Berg;
De Grens, Leon de Winter.

Matthäus-Passion
Es sollte ein Abend werden, an dem alles zusammentraf.
Ausgehend von einem theatralen Denkrahmen, sollte er in seine Arena, dem Konzertsaal, einmarschieren. Das Drama eher besprechend, als ausbeutend, die Ekstase eher optional als unüberwindlich dargestellt, sich verletzlich machend, aber sich dabei nicht zu privat gebärdend, suchte er sein Publikum. Es sollte ein Abend werden, an dem er zusammentraf.

Matthäus-Passion, 2008. Für 19 Stimmen.